Die Evolution von „programmierter“, phänotypischer Plastizität
Über die Verwandlungskunst der Motte Nemoria arizonaria
Organismen verfügen über die erstaunliche Fähigkeit, ihr Erscheinungsbild flexibel an bestimmte, teils zukünftige Umweltbedingungen anzupassen. Am Beispiel des saisonalen Gestaltwandels der Motte Nemoria arizonaria und des Winterfellwechsels bei Säugetieren zeigen wir, wie auch komplexe Entwicklungsprogramme kleinschrittig durch Hierarchisierung und Koppelung von Gennetzwerken an verlässliche Umweltreize evolvieren können. Der Artikel entkräftet zugleich kreationistische Argumente, wonach eine solche phänotypische Plastizität ein Indiz gezielter Planung sei.
Keywords: Evolution, programmierte Plastizität, Design
