Rezensionen: Bücher zur (Bio-) Philosophie

  

Naturalismus. Die Metaphysik der Wissenschaft

 

Alibri-Verlag. 1. Auflage, 2018. 246 S. Preis: 18,-

  

 

 

  Zur Besprechung

 

 

"Mahner entfaltet den metaphysischen Naturalismus systematisch und legt stichhaltig dar, warum er eine notwendige Vorbedingung für wissenschaftliches Arbeiten darstellt. Er kontert Einwände gegen diese These und diskutiert, warum es unter Voraussetzung des Supranaturalismus keine Evidenz gibt. Und er lässt keinen Zweifel daran bestehen, dass jeder Versuch, Wissenschaft und Religion zu harmonisieren, auf einen faulen Kompromiss hinausläuft. Das wird die Religiösen nicht freuen – was nicht heißt, dass die liberaleren ihrer Zunft ... nicht sauber Wissenschaft betreiben können. Auf der metaphysischen Ebene jedoch knirscht es; religiöses und wissenschaftliches Denken gehen nicht Hand in Hand." 

 

  

Manifest des Evolutionären Humanismus

 

Plädoyer für eine zeitgemäße Leitkultur.

Alibri-Verlag. 2. Auflage. 196 S., br. Preis: 10,-

ISBN 978-3865690111

    

 

 

  Zur Besprechung

 

 

"Das Buch enthält wertvolle Gedanken für einen neutralen Ethik-Unterricht im Rahmen einer Leitkultur, auf deren Grundwerte sich alle Menschen einigen könnten. Salomon ersetzt die biblischen Gebote antiautoritär mit 'Zehn Angeboten': wohl begründeten, ethischen Richtlinien für das 21. Jahrhundert, die er von den universell gültigen Wertkonstrukten Freiheit und Gleichberechtigung ableitet."  

 

   

 

Über die Natur der Dinge

 

Materialismus und Wissenschaft.

Hirzel-Verlag. 1. Auflage. 288 S., geb. Preis: 24,-

ISBN 978-3777613215

    

 

 

Besprechungen:

  

  Martin Neukamm

  Oliver Walkenhorst

 

  

"Die Autoren sezieren ihre Gegner gründlich und können dabei im Großen und Ganzen auch überzeugen. Der Text bleibt allerdings - trotz des Bemühens um einen lockeren Stil mit zahlreichen polemischen Spitzen - streckenweise etwas trocken. Zudem ist inhaltlich einiges zu kritisieren: Bei der ethischen Diskussion um 'Personenrechte statt Menschenrechte' bleibt die klare Distanzierung von radikalen Bioethikern wie Peter Singer aus; irritierend ist auch die Einteilung ethischer Probleme in mini-ethische (zum Beispiel Abtreibung und Euthanasie) und mega-ethische (zum Beispiel Armut und Überbevölkerung), wobei angeblich nur letztere einer ergänzenden politischen Philosophie bedürfen." (O. Walkenhorst)