Wissenschafts- und Biophilosophie

   

Kanitscheider, B. (2007): Die Materie und ihre Schatten

 

Alibri-Verlag. 1. Auflage

298 Seiten. Preis: 20,- €. ISBN: 978-3865690159

   

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Im Laufe der Jahrmillionen hat die Natur eigenständige Strukturen und Gebilde hervorgebracht, die den Eindruck erwecken, als habe sie sich ihrer eigenen Stofflichkeit entfremdet. Sind diese Schatten der Materie ein Zeichen für die Grenzen einer naturalistischen Verfassung alles Seienden oder nur Ausdruck des schöpferischen Potentials der Natur? Bernulf Kanitscheiders Antwort ist klar: Unser Universum ist eine Welt der Materie und der Stoff, aus dem diese Welt besteht, ist weder träge noch tot, sondern lebendig und kreativ. Deshalb braucht es auch keine übernatürlichen Kräfte, um das Geschehen zu erklären; mit dem evolutionären Prinzip der "Selbstorganisation" läßt sich ein schlüssiges Bild von der Welt zeichnen. Bernulf Kanitscheider bringt die naturalistische Sicht der Dinge näher, erläutert ihre Varianten und stellt uns die Tradition vor (fast ausschließlich Denker der Antike, denn die christlich geprägte Epoche bevorzugte eine andere Sicht auf Mensch und Welt). In einem eigenen Kapitel wendet er sich der praktischen Philosophie zu und erörtert, was eine naturalistische Philosophie auf die Frage "Wie sollen wir leben" antworten kann. Ein herausragendes Buch von einem großartigen Wissenschaftsphilosophen.

  

  

Krohs, U.; Toepfer, G. (2006): Philosophie der Biologie

 

Suhrkamp-Verlag. 2. Auflage

456 Seiten. Preis: 16,- €. ISBN: 978-3-518-29345-4

   

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Die Biologie gilt als die Leitwissenschaft des 21. Jahrhunderts, deren Denkmuster und Erklärungsansätze sich anschicken, auch traditionelle geisteswissenschaftliche Theorien in Frage zu stellen. Darauf antwortet die sich gegenwärtig rasch entwickelnde Philosophie der Biologie, indem sie die methodischen Grundlagen der Biologie sowie die Struktur biologischer Erklärungen und Theorien auf den Prüfstand stellt und Begriffe wie »Funktion«, »Organismus« oder »Lebewesen« aus philosophischer Perspektive analysiert. Der Band stellt eine kompakte Einführung in das noch junge Forschungsfeld der Philosophie der Biologie dar, in dem – nach Schlüsselbegriffen geordnet – die Grundfragen der Disziplin und die Brennpunkte aktueller Kontroversen dargestellt werden. Daher ist er auch als Seminarlektüre sowohl für Studierende der Philosophie als auch der Naturwissenschaft geeignet.
 

   

Bunge, M.; Mahner, M. (2004): Über die Natur der Dinge. Materialismus und Wissenschaft

 

Hirzel-Verlag. 1. Auflage

288 Seiten. Preis: 24,- €. ISBN: 978-3777613215

   

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Für den Idealismus stellt das menschliche Bewusstsein das Zentrum der Welt dar, für den Materialismus dagegen ist die reale Welt das Primäre und der Mensch ihr Produkt. Obwohl der Materialismus so alt ist wie die Philosophie selbst, bildete er stets die Minderheitenposition. Nun scheinen vor allem die Naturwissenschaften die materialistische Sicht der „Natur der Dinge“ zu bestätigen. Doch ist die Wissenschaft wirklich materialistisch? Und was können Philosophen in unserer Zeit noch über die Natur der Dinge sagen, wo doch hier die Naturwissenschaftler das Wort führen? Dieses Buch zeigt, was dies im Sinne eines modernen Materialismus sein kann.

    

  

Mahner, M.; Bunge, M. (2000): Philosophische Grundlagen der Biologie

 

Springer-Verlag. 1. Auflage

402 Seiten. Preis: 59,95 €. ISBN: 978-3540676492

   

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In den letzten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ist die Philosophie der Biologie aus dem Schatten der physikorientierten Wissenschaftsphilosophie herausgetreten und hat sich als respektabler und blühender Zweig der Wissenschaftsphilosophie etabliert. In ihrem Buch entwickeln die Autoren eine neue Wissenschaftsphilosophie der Biologie auf einer konsequent realistischen und emergentistisch-materialistischen Grundlage. Sie stellen ein strenges, einheitliches und wissenschaftsorientiertes philosophisches Fundament vor, das es ihnen ermöglicht, viele philosophische und Grundlagenfragen der Biowissenschaften zu analysieren und zu klären. Dieses Buch möchte Biologen, Philosophen und alle Interessierten dazu anregen, neu über die Biophilosophie nachzudenken.